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Schimmel in der Wohnung

DG-Wohnung: Schimmel in der Fensterleibung
Wohnung: Schimmel an der Außenwand
Wohnung: Schimmel auf dem Fensterrahmen
Wohnung: Schimmel neben dem Heizkörper
  ■ Beratung & Hilfe  
 
 

 


DG-Wohnung: Schimmel in Fensterleibung

Besichtigt wurde die Wohnung im DG im linken Aufgang auf der rechten Seite. Die WE ist bewohnt.

Es wurden folgende Werte gemessen:
Wand-/Deckenoberflächen: 13…14 °C
Leibung Schlafzimmer (hinten links): ~ 8 °C
Leibung Wohnzimmer (vorn links): 9…10 °C
Ti = 18,9 °C
 = 48,5 % rel. LF

Die Raumklimawerte sind als optimal einzuschätzen, die Luftfeuchte liegt bei 50% und das Verhältnis von Rumlufttemperatur und Wandoberflächentemperatur erzeugt einen Grad an thermischer Behaglichkeit, der erklärt, warum die Mieterin von 21 °C ausgegangen ist.

An wenigen Stellen war eine Tauwasserbildung festzustellen. Auf erhöhte Luftfeuchte war sie nicht zwangsläufig zurück zu führen, siehe Messwerte vorn. Der Unterzeichner kennt es aus der Praxis, dass geringfügige Mängel bei Anschlussdetails zu Tauwasserproblem bei Dachfenstern führen können. Aber auch das Ankippen der oberen Lüftungsleite kann dazu führen.

            

Es muss auch klar sein, dass es sich bei den Messwerten um Augenblickswerte handelt. Im Tagesablauf werden mit Sicherheit Veränderungen feststellbar sein. Insbesondere abends, wenn die Familie zu hause ist, wird intensiver gewohnt als tagsüber: duschen, kochen usw. Das lässt die rel. LF ansteigen und über Nacht kommt Wasser vom Ausatmen dazu. Zudem wird das Temperaturgefälle nachts größer.

Würden Bewohner einer Wohnung alle Hinweise und Empfehlungen zum richtigen Lüsten kompromisslos befolgen, müssten sie den Wecker alle 1h25´stellen, um den Luftwechsel von 0,7 h-1 sicher zu stellen. Dass dies unrealistisch ist, liegt auf der Hand. Gleichzeitig ist bekannt, dass Kipplüftung in der kalten Jahreszeit eine denkbar ungünstige Alternative darstellt.

Der Mieterin der DG-Wohnung hat der Unterzeichner diese Zusammenhänge erläutert und empfohlen, abends und früh konsequent mittels Stoßlüftung Feuchte abzuführen.

Unabhängig davon ist ein ausgebautes DG oft eine Ansammlung filigraner und empfindlicher Konstruktionsdetails. Hier liegt das Problem in den Schadensbildern an den Fenstern, wo es durch Feuchteeinwirkung bereits zu Strukturschäden im Holz gekommen ist – siehe Fotoanlagen.

             

Das Ausmaß der schwarzen Flecken in den Fensterleibungen korrespondiert mit der gemessenen Oberflächentemperatur, d.h. die Ausprägung der Flecken war dort am stärksten, wo die niedrigeren Werte gemessen wurden.

             

Die Ursachenfindung war hier eindeutig: Kältebrücken in den Ecken der Fensterleibungen, unten links und rechts stärker ausgeprägt. Hierbei handelt es sich um einen Ausführungsmangel.

Wenngleich eine Dämmstofffüllung Hohlräume nicht völlig kompensiert, deutet der hohle Klang beim Abklopfen auf sparsam eingebaute Dämmlagen.

Das Schadensbild an den Holzfenstern ist für die vom Hersteller bekannte Qualität untypisch, offensichtlich ist herstellerseitig beim Material der Lasur ein Missgriff erfolgt.

Um zu einer praktikablen und wirtschaftlichen Lösung zu kommen, wird empfohlen:

1- Leibungen sauber aufschneiden/-bohren (Arbeitsöffnung)
2- Dämmmaterial einbringen, Fehlstellen ggf. ertasten
3- Öffnung verschließen, anarbeiten
4- Leibungen (mind.) mit TS® Interieur streichen
5- Dachfenster aus Holz mit TS® Nature streichen *
* das ist mittlerweile fast farblos möglich (siehe Referenzenberichte
mit Fotos beim Hersteller auf der Internetseite)

Die Lösungsempfehlungen beruhen auf den Prinzipien der Anhebung der Oberflächentemperatur sowie der aktiven Entfeuchtung durch die thermokeramische Membrantechnologie.

Die Haus-Klink: Schimmel erkennen und vermeiden

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Wohnung: Schimmel an der Außenwand
Auszug

An der Außenwand zur benachbarten Baustelle hin zeichnet sich eine ausgeprägte Schimmelbildung ab, die auf im Zuge der Baumaßnahme nebenan von der Außenwand entfernte Wärmedämmung zurück zu führen ist.

Hierbei handelt es sich wohl eher um eine unbedachte Handlung der Bauarbeiter und der Umstand der Verursachung ist ... unstrittig. Dass es bei Entfernen von Wärmedämmung auf einem Teil der Außenwand bei Außentemperaturen von unter -10°C zu Kondensatbildung mit resultierendem Schimmelpilz kommt, ist leicht nachvollziehbar.

            

Das Sanierungsziel kann nur darin bestehen, die Sporen zu entfernen. Dazu muss die Tapete entfernt werden und die Wandfläche ist vor dem Wiederherstellen fungizid zu behandeln. Zur Behandlung gibt es aktuell keine Alternative zur „chemischen Keule“, hinsichtlich Prävention sieht es besser aus. Es ist auch die textile Sockelleiste des Teppichs zu erneuern, bzw. zu reinigen und zu behandeln.

Für Schimmelprävention hat sich das Produkt TS® bewährt, vom holländischen Bauphysikinstitut TNO wurde die Eignung wissenschaftlich getestet und bestätigt, begleitet durch Großfeldversuche. Hierbei handelt es sich um eine giftfreie Alternative, die ganz ohne Fungizide wirkt.

Speziell zur Schimmelprävention gibt es TS® Interieur SP. Die Wirkung beruht insbesondere auf den Prinzipien der Anhebung der Oberflächentemperatur, der Vergleichmäßigung der Oberflächentemperatur und der aktiven Entfeuchtung des Untergrundes. Gemäß TNO wirkt TS® Interieur als hygrische Diode.

Insofern sieht der Unterzeichner hier eine gute Alternative zu anderen Verfahren gegeben, die sich auch hinsichtlich Wirtschaftlichkeit abheben dürfte (2x Rollen auf Tapete anstatt Kleben von Sperrtapete).

Die Küche ist auszubauen und die vom Schimmel befallenen Flächen sind konventionell zu behandeln. Das betrifft sowohl Wand- als auch Möbelflächen.

Informationen:
::
eine Farbe gegen Schimmel, biozidfrei, TNO getestet

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Wohnung: Schimmel auf dem Fensterrahmen
Auszug

Nichts damit zu tun hat die Schwarzschimmelbildung auf den Rahmenprofilen der Fenster. Diese ist eindeutig auf unterlassenes Lüften zurück zu führen. Dem Problem hätte man mieterseitig mittels Reinigung mit Essigreiniger beikommen können und nicht die Verschmutzung des Teppichs provozieren müssen.

Im Nachhinein ist der Aufwand höher. Es ist gründlich zu reinigen, so dass auch aus den Ecken die Sporen verschwinden. Die Flächen sind konventionell fungizid zu behandeln.

             


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Wohnung: Schimmel neben dem Heizkörper

Schimmel neben dem Heizkörper

Man würde es für einen Gutachterwitz halten, wenn es diese Erscheinung nicht tatsächlich geben würde: Schimmel in unmittelbarer Nähe des Heizkörpers. Es wird sicher keinen überraschen: den Bewohner, der zu wenig heizt und/oder zu wenig lüftet, wird man nirgendwo und nimmer antreffen.

Auch hier war es so. An den Mietern - bis zu 10 Personen in der kleinen 2-Raum-Wohnung - kann es wohl nicht gelegen haben. Der Heizkörper lief bestimmt ständig auf hoher Stufe und gelüftet wurde bestimmt regelmäßig bis viel. Es kann sich nur um ein bis dato unerforschtes und daher ungeklärtes Phänomen handeln - wahrscheinlich eine unbekannte Schwarzschimmelart.

Denn Schimmel benötigt Kondensat. Kondensat entsteht bei Unterschreitung der Taupunkttemperatur. Die Taupunkttemperatur wird unterschritten, wenn zu wenig geheizt wird (kalte Luft kann nicht so viel Wasser aufnehmen wie wärmere Luft) oder wenn zu wenig gelüftet wird (dann steigt die Luftfeuchte an und erreicht kritische Werte - oder wenn beides in Kombination auftritt.

Rein theoretisch natürlich nur, denn praktisch hat der Heizkörper eine Temperatur von 45-50°C und in der Nähe sind es immer noch um die 30°C. Da ist es praktisch unmöglich, den Taupunkt zu unterschreiten. Warum das so ist, erfahren Sie hier.

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