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Schimmel und Allergien
Gefährliche Mikroben
Schimmelpilze sind bei Asthma gefährlicher als Pollen oder Katzen
Asthmatiker, saniert Eure Badezimmer!
Atemwegssensibilisierende Stoffe (Inhalationsallergene)
Tipps bei Schimmelpilzallergie
Welche Chemikalien haben neurotoxische Wirkungen?
80 Mio. Allergiker in Europa
Schimmelpilze – nur lästig oder auch schädlich?
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weiterführend: Gutachten zu Schimmel | Lösungen gegen Schimmel



Schimmel und Allergien


Allergien sind zu einer wahren Volkskrankheit geworden. Jeder Vierte leidet hierzulande an mindestens einer Allergieform – Tendenz steigend. Nach Schätzungen schwedischer Wissenschaftler verdoppelt sich die Zahl der Allergiker alle zehn Jahre. Besonders drastisch sieht es bei Kindern aus. In der Altersgruppe bis elf Jahren leidet fast jedes dritte Kind an allergischem Asthma, Heuschnupfen oder einer Nahrungsmittelallergie.

Weshalb Allergien besonders in den westlichen Industrienationen seit Jahren auf dem Vormarsch sind, ist bisher unklar. Forscher vermuten einen Zusammenhang zwischen Umweltfaktoren, wie etwa der Luftverschmutzung durch Auto- und Industrieabgase, sowie dadurch bedingte Beeinträchtigungen des Immunsystems. Doch dass Umweltfaktoren nicht der alleinige Grund sein können, wird aus der Tatsache deutlich, dass die krankmachende Überempfindlichkeit bereits seit vielen Jahrhunderten bekannt ist.

Aber anders als damals, steht heute eine Vielzahl von Behandlungsmethoden zur Verfügung, mit denen die Symptome, wenn auch nicht vollständig beseitigt, so doch zumindest gebessert werden. Die Betroffenen können ein weitgehend beschwerdefreies Leben führen.

WAS IST ÜBERHAUPT EINE ALLERGIE?

Unter einer Allergie versteht man eine Überreaktion des Abwehrsystems auf Stoffe, die in unseren Körper „eingedrungen“ und von ihm als fremd erkannt worden sind. Während der Gesunde vom Vorhandensein dieser so genannten Allergene nicht beeinträchtigt wird, reagiert das fehlgeleitete Immunsystem des Allergikers unangemessen stark. Die Folgen sind recht unterschiedlich und reichen von harmlosen Niesanfällen bis hin zum lebensbedrohlichen Kreislaufzusammenbruch.

Die überschießende Reaktion kommt immer erst beim zweiten Kontakt mit dem Allergen zustande. Zuvor muss eine „Sensibilisierung“ auf die allergieauslösende Substanz stattgefunden haben. Bei einem erneuten Zusammentreffen von Allergen und Abwehrsystem entwickeln sich dann meist innerhalb weniger Minuten die typischen Beschwerden.

Wie funktioniert die körpereigene Abwehr, und was läuft bei einem Allergiker schief? Über die Haut und die Schleimhäute von Atemwegen und Darm kommt der Mensch ständig mit einer Unzahl von Stoffen in intensiven Kontakt. Im Laufe der Entwicklungsgeschichte hat sich deshalb ein komplexes Verteidigungssystem entwickelt, das vor schädlichen Stoffen und Erregern schützen kann. Während ungefährlichen Stoffen keinerlei Aufmerksamkeit gewidmet wird, mobilisiert das Abwehrsystem alle ihm zur Verfügung stehenden Kräfte, um einen möglichen Schaden durch die gefährlichen Stoffe vom Körper abzuwenden. Hierzu werden weiße Blutkörperchen aktiviert, die je nach ihrer Spezialisierung verschiedene Aufgaben übernehmen.

Während einige Zellen die Eindringlinge einfach auffressen, schlagen andere Zellen erst beim zweiten Kontakt mit demselben Fremdstoff zu. Sie haben die Zeit seit dem Erstkontakt genutzt, um spezielle Eiweißmoleküle, so genannte Antikörper, zu produzieren, die speziell auf den Eindringling zugeschnitten sind. Wie ein Schlüssel passen sie zum Schloss, und bei jedem erneuten Zusammentreffen mit dem Fremdstoff machen sie diesen rasch unschädlich. Das ist der Grund, weshalb man Kinderkrankheiten in der Regel nur einmal im Leben bekommt.

Bei einer Allergie wird das Immunsystem von eigentlich harmlosen Substanzen alarmiert. Es werden viel zu viele Antikörper gebildet. Die Antikörper bewirken, dass Histamin aus so genannten Mastzellen freigesetzt wird. Histamin lässt die Blutgefäße undicht werden und führt dadurch zu Hautausschlägen, Gewebsschwellungen, Übelkeit und Durchfall. Auch für den Juckreiz, unter dem viele Allergie-Patienten leiden, ist Histamin verantwortlich.

WER BEKOMMT EINE ALLERGIE?

Jeder Mensch kann im Laufe seines Lebens eine Allergie entwickeln. Selbst Substanzen, mit denen man über Jahre regelmäßigen Kontakt hatte, wie etwa Kosmetika oder auch Nahrungsmittel, können plötzlich eine Allergie auslösen. Besonders gefährdet sind Kinder von Allergikern.

Häufige Allergene

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Häufige Beschwerden

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Quelle: Allergien. Ratgeber für ein besseres Verständnis, 1999 (2001)
Herausgeber: GEK Gmünder ErsatzKasse
Hauptverwaltung, Gottlieb-Daimler-Straße 19, 73521 Schwäbisch Gmünd

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Gefährliche Mikroben

Zahlreiche Wohnungen in Deutschland sind mit gesundheits- gefährdenden Schimmelpilzen belastet - besonders in der kalten Jahreszeit. Das ist die besorgniserregende Bilanz einer Untersuchung der STIFTUNG WARENTEST. Innerhalb weniger Monate haben sich bereits mehr als 1.700 Haushalte beteiligt und ihre Raumluft auf Schimmelpilze untersuchen lassen. Erschreckendes Ergebnis: Fast jede zweite eingegangene Probe war belastet, jede fünfte sogar stark.

Am häufigsten wurden Schimmelpilze nachgewiesen, die sehr gefährlich für die Gesundheit sind. Zahlreiche Betroffene, deren Proben stark belastet waren, gaben an, dass in ihrer Familie Krankheiten auftreten, die sie mit Schimmelpilzen in Verbindung bringen. Dabei handelte es sich häufig um Atemwegserkrankungen, Allergien und Hautkrankheiten.
Nährboden für Schimmelpilze sind feuchte Wände, Böden und Decken. Besonders an kalten, schlecht gedämmten Wänden, schlägt sich Tauwasser nieder. Deshalb ist es wichtig, die Feuchtigkeit in der Wohnung zu bekämpfen, Baumängel zu beseitigen und richtig zu heizen und zu lüften.

Wer den Verdacht hat, dass sich in seiner Wohnung Schimmelpilze eingenistet haben, kann die Analyse der STIFTUNG WARENTEST nutzen. Alle Teilnehmer erhalten eine Analyseplatte, die in den Wohnräumen aufgestellt wird. Auf dem Nährboden der Platte sammeln sich Schimmelpilzkeime aus der Raumluft. Die Platte wird später im Labor analysiert: Biologen bestimmen die einzelnen Pilzarten und die Anzahl der Keime, Umweltmediziner schätzen den Grad der Belastung ein.

Die Schimmelpilzanalyse kostet 92 Mark. Teilnahmekupon, Musterauswertungen sowie weiter gehende Informationen erhalten Sie hinter den untenstehenden Links.

Stiftung Warentest
26.01.2001

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Schimmelpilze sind bei Asthma gefährlicher als Pollen oder Katzen

Schimmelpilze sind vermutlich eher ein Auslöser für schweres Asthma als andere Allergene wie beispielsweise Pollen. Asthmapatienten sollten daher zu Hause für gute Durchlüftung und nicht allzu hohe Luftfeuchtigkeit achten, um es Schimmelpilzen möglichst ungemütlich zu machen, raten französische Mediziner in der Fachzeitschrift "British Medical Journal" (Bd. 325, S. 411).

Die Forscher um Mahmoud Zureik vom Nationalen Institut für Gesundheit und medizinische Forschung in Paris hatten die Daten von mehr als tausend Asthmapatienten untersucht, die an einer europäischen Studie über Lungengesundheit teilgenommen hatten. Zwischen einer Empfindlichkeit gegenüber Schimmelpilzsporen und schwerem Asthma besteht ein deutlicher Zusammenhang, fanden die Forscher. Dagegen konnten sie Pollen- und Katzenallergene nicht mit der Krankheit in Verbindung bringen.

Wegen ihrer winzigen Größe könnten Schimmelpilzsporen bis in die unteren Atemwege vordringen und daher Asthma begünstigen, vermuten die Forscher. Zudem sind sie im Gegensatz zu Pollen das ganze Jahr über sowohl draußen als auch drinnen unterwegs. Daher sind Menschen diesen Allergenen in besonders hohem Maße ausgesetzt.

bild der wissenschaft online
August 2002

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Asthmatiker, saniert Eure Badezimmer!

Asthmakranke sind gut beraten, den Kampf gegen eventuelle Pilz-Kolonien in ihrer Umgebung aufzunehmen. Eine Sensibilisierung gegen Schimmelpilz erhöht nämlich das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs. Welchen Einfluss eine Sensibilisierung gegenüber Schimmelpilzen auf den Asthma-Schweregrad hat, prüften französische Wissenschaftler in einer multizentrischen Untersuchung an 1132 erwachsenen Asthmatikern. Die Patienten füllten umfangreiche Fragebögen aus und unterzogen sich Prick-Tests. Zudem erfolgten Blut- und Lungenfunktionsuntersuchungen sowie ein Provokationstest mit Methacholin.

Das Resultat: Der Anteil der gegen Schimmelpilz (Alternaria alternata und Cladosporium herbarum) Sensibilisierten nahm mit steigendem Asthma-Schweregrad signifikant zu. Zwischen dem Asthma-Schweregrad und einer Pollen-Sensibilisierung konnten die Forscher dagegen keinen Zusammenhang beobachten. Wie lässt sich das erklären? Pilzsporen sind sehr klein und können bequem in die unteren Atemwege gelangen, so die Autoren im "British Medical Journal".

Dazu kommt, dass Schimmelpilze das ganze Jahr über "Saison haben". Wenn der einzelne Patient auch gegen eventuelle Belastungen der Außenluft wenig tun kann, so sollte er zumindest in seinen Wohnräumen "pilzfeindliche" Bedingungen schaffen, betonen die Kollegen: Das heißt beispielsweise Feuchtstellen sanieren und für gute Belüftung sorgen.

Medical Tribune, MTD, Ausgabe 3 / 2003 S.6
AW - Mahmoud Zureik et al., BMJ 2002; 325: 411 - 414

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Atemwegssensibilisierende Stoffe (Inhalationsallergene)
Inhalationsallergene natürlichen Ursprungs:

  • Tierepithelien und -urinproteine

  • Kolophonium (Kiefernharz)

  • Zierpflanzen

  • Einige Nahrungsmittel, Pflanzen und Gemüse (z. B. Kaffeebohnenstaub, Eiproteine, Mehl-
    und Getreidestaub, Obst, Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte, Sojabohnenstaub, Gewürze)

  • Natürliche Gummilatexproteine

  • Schimmelpilze

  • Vorratsmilben

  • Textilfasern

  • einige Holzstäube, einschl. Verbundplatten

In den frühen 80er Jahren wurde bei Bäckern eine Zunahme von Asthmaerkrankungen beobachtet. Der verstärkte Einsatz von Enzymen als Lebensmittelzusatzstoffe bei Mehlen und Backerzeugnissen wurde als Hauptursache identifiziert. Aber auch Weizen-, Roggen- und Sojamehl sowie Pollen tragen dazu bei. Ebenso kommt es an diesen feuchtwarmen Arbeitsplätzen gewöhnlich zur Bildung von Schimmel.

Erforderlich sind gezielte Maßnahmen gegen hohe Staubkonzentrationen in Bäckereien. In Bäckereien verwendete Enzymprodukte werden zunehmend als granulierte, flüssige oder verkapselte Erzeugnisse angeboten, wodurch verhindert wird, dass sie sich durch Staub in der Luft verbreiten. Andere Faktoren, wie Hygienemaßnahmen und Änderungen festetablierter Arbeitsverfahren, haben zu einer Verringerung der bei Bäckern auftretenden Asthmafälle
beigetragen.

aus: Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, FACTS 39, ISSN 1681-2107

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Tipps bei Schimmelpilzallergie

  1. Wohnung oder Haus sollten stets gut gelüftet sein.
    Die relative Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 40 und 60 % liegen.
  2. Regelmäßiges Stoß- bzw. Querlüften. Nicht vom warmen ins kalte Zimmer Lüften.
  3. Auf Stockfleckenbildung hinter Schränken, Kacheln und Holzverkleidungen achten.
  4. Küchenabfälle nicht liegen lassen.
  5. Obst und Gemüse im Kühlschrank lagern.
  6. Lebensmittel möglichst frisch verzehren und unnötige Lagerzeiten vermeiden.
  7. Auf Zimmerpflanzen im Schlafbereich verzichten.
  8. Luftbefeuchter von Heizkörpern entfernen.
  9. Klimaanlage regelmäßig warten und reinigen.
  10. Bei Gartenarbeit darauf achten, nicht zu intensiv mit abgestorbenen Pflanzenteilen
    und Kompost in Kontakt zu kommen.

Deutscher Allergie- und Asthmabund e.V.

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Welche Chemikalien haben neurotoxische Wirkungen?

a) Belastungen am Arbeitsplatz

I. Mehr als 850 Chemikalien wurden als Substanzen ermittelt, die nachweislich neurologische Verhaltensstörungen verursachen können. Bei der Mehrzahl dieser Chemikalien handelt es sich um Lösungsmittel, Pestizide, Metalle oder Substanzen, durch die normale Sauerstoffaufnahme und -versorgung des Gehirns gehemmt wird - wie beispielsweise Kohlenmonoxid u.a.

III. Büroangestellte können durch Pestizide und schlechte Luftqualität aufgrund von unzureichendem Luftaustausch, Schimmel, Lösungsmitteln in renovierten oder anderen Gebäudeteilen oder kohlefreiem Durchschlagpapier belastet sein.

aus:
Die Neurotoxizität alltagsüblicher chemischer Substanzen
Prof. Raymond Singer, Ph.D.Pa., Santa Fee, USA

vollständig im Internet bei:
:: www.csn-deutschland.de

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80 Mio. Allergiker in Europa

Eine Studie, durchgeführt in zehn Ländern Europas, hat ergeben, dass rund 80 Mio. Menschen von Pollen-, Hausstaub-, Schimmel- oder Tierhaarallergien betroffen sind. Europaweit sind rund 25 Prozent jener Patienten, die sich einer Allergiebehandlung unterziehen, mit den Therapieerfolgen unzufrieden.

pressetext.austria
08.11.2000

:: Energieeinsparung durch Optimierung des Raumklimas
   MicroSilikat Farben beeinflussen die Behaglichkeit im Wohnraum

   Fachartikel, 08.2007, Schimmelprävention

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Schimmelpilze – nur lästig oder auch schädlich?

Zahlreiche Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Schimmelpilzen sehen einen Zusammenhang zwischen der Belastung mit Schimmelpilzen und Atemwegsbeschwerden. Sporen und Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen können, über die Luft eingeatmet, allergische und reizende Reaktionen beim Menschen auslösen. In keiner dieser Studien konnte jedoch bislang festgestellt werden, ab welcher Konzentration an Schimmelpilzen in der Luft mit gesundheitlich negativen Auswirkungen gerechnet werden muss.

Es wird angenommen, dass grundsätzlich alle Schimmelpilze in der Lage sind, allergische Reaktionen bei dafür empfänglichen Personen auszulösen. Bei Allergien setzt sich das Immunsystem des Körpers nicht gegen gefährliche Fremdstoffe (zum Beispiel Krankheitserreger), sondern fälschlicherweise gegen an sich harmlose Fremdstoffe (wie zum Beispiel Pollen, Bestandteile von Lebensmitteln) zur Wehr.

Beim ersten Kontakt mit dem Fremdstoff (Antigen) tritt noch keine allergische Reaktion auf, sondern der Körper bereitet sich durch die Produktion von Abwehrstoffen (Antikörpern) auf die Bekämpfung des vermeintlichen Schädlings vor. Man bezeichnet eine solche Person als „sensibilisiert“.

Erst bei erneutem Kontakt mit dem Fremdstoff kann es dann zu allergischen Erscheinungen kommen, bei denen eine ganze Kette von Reaktionen im Körper abläuft, an deren Ende die typischen Symptome allergischer Reaktionen, wie Schnupfen, Niesen, gerötete Augen, Hautausschlag etc. stehen. Die häufigsten bei Schimmelpilzbelastungen im Innenraum beschriebenen Symptome sind unspezifisch, so zum Beispiel Bindehaut-, Hals- und Nasenreizungen sowie Husten, Kopfweh oder Müdigkeit. Infektionen durch Schimmelpilze (Mykosen) kommen nur sehr selten und nur bei besonders empfänglichen, stark immungeschwächten Personen vor. Allergische und reizende Wirkungen können sowohl von lebenden als auch von abgestorbenen Schimmelpilzen ausgehen, während zur Auslösung von Infektionen nur lebende Schimmelpilze befähigt sind.

Quelle:
HILFE! SCHIMMEL IM HAUS
Ursachen - Wirkungen - Abhilfe
Herausgeber: Umweltbundesamt
August 2004

:: Eine Farbe gegen Schimmel

:: Schimmel und Allergien, Seite 2

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